| Salsa ist ein moderner Gesellschaftstanz lateinamerikanischen Ursprungs, der meist als Paartanz
getanzt wird, aber auch als Formationstanz, Rueda de Casino genannt, auftritt.
Die europäischen Ursprünge sind im englischen Kontratanz des 17. Jahrhunderts zu finden. Die französischen und spanischen Kolonialherren
führten ihre Tänze in die Karibik ein. Dort kam es dann zu Vermischungen mit afrikanischen Trommel- und Tanztraditionen.
Es entstand der "Danzón" mit seinen ruhigen und ausdrucksvollen Bewegungen sowie der kubanischen "Son" mit seinem städtisch-eleganten „Urbano“,
wo der Mann oft nur stehen bleibt und die Frau um sich herumführt, und dem ländlichen „Montuno“ mit viel Arm- und Oberkörperbewegung.
Der Tanz hatte immer auch eine wichtige Funktion zum Finden eines geeigneten Partners und zur Eroberung einer Frau. Der kubanische Guaguancó
oder die kolumbianische Cumbia sind Werbetänze. Der Tanz bekommt so eine erotische Note: die Paare präsentieren sich im Tanz, oft mit viel
Selbstdarstellung des Mannes. |